MUTTERS BLUMEN
Die folgende Story war ein Experiment. Ich wollte eine ungeheure globale Katastrophe aus einer extrem eingeschränkten individuellen Sicht schildern – aus der Sicht eines Menschen, der gar nicht versteht, was eigentlich passiert. Erst der Leser soll begreifen, was geschehen ist – und geschehen wird…
Die Blumen sehen alle krank aus. Schlapp und faltig hängen die
Blütenblätter herum und haben braune Stellen an den Rändern. Die grünen Blätter sind bleich
wie Käse. Er stellt erschrocken die Gießkanne hin, rennt zum Kalender und
schaut, aber heute ist Mittwoch, erst Mittwoch! Er rennt zurück zur Fensterbank und könnte fast heulen. Er hat doch alles
richtig gemacht, genauso, wie Mama es auf die kleinen Zettel geschrieben hat an jedem
Topf. Er ist so stolz, dass er lesen kann, was da steht: »Montag, Mittwoch, Freitag« steht an dem Topf, in dem die Blume mit
den großen violetten Blüten ist, und »jeden Tag« an dem großen Topf mit der
Blume, die überhaupt keine Blüten hat, nur viele lange grüne Blätter und Stängel, und »nicht gießen« steht an den Töpfen
mit den stacheligen Blumen.
Au weia, au weia! Er schüttelt wild die Hände, rennt jammernd weg von den Blumen und
gleich wieder hin. Heulen könnte er, wirklich heulen. Früher hätte er wirklich
geheult, aber er ist jetzt groß, ein erwachsener Mann, der sein Geld verdient. Und
der auf Arbeit muss. Er schaut auf die Uhr. Wenn der große Zeiger auf den Strich vor dem Strich ganz oben
ist, dann ist es Zeit, zur Straßenbahnhaltestelle zugehen. »Hermann, pass auf
meine Blumen auf«, hat Mama gesagt. »Das kannst du doch, oder?« Und er hat
großspurig »Ja, klar« gesagt – au, au, au. Jetzt heult er wirklich fast ein kleines bisschen. Er hat sich ganz arg
angestrengt, so klug wie möglich zu werden. Er kann die Uhr ablesen. Er kann
alleine auf Arbeit fahren. Er kann sogar ein bisschen lesen. Mama hat sich so auf die
Reise gefreut, die Reise mit dem großen Schiff nach Afrika. Sie hat versprochen, ihm auch etwas mitzubringen.
Er weiß nicht viel über Afrika, aber gehört hat er schon davon. Das ist ein Land,
weit weg, in dem Menschen mit schwarzer Haut leben. Solche Menschen hat er hier in der Stadt auch schon gesehen, und er wäre gern
mitgefahren, um zu sehen, wie es da ist in Afrika. Aber er muss ja auf
Arbeit, und deswegen ist Mama allein gefahren. Und überhaupt ist er alt genug, eine Woche auf sich selber aufzupassen, hat
Mama gesagt.
Aber die Blumen! Er hat jeden Morgen dran gedacht. Und nicht zu viel und nicht zu
wenig gegossen, sondern genau wie Mama es ihm gezeigt hat. Er schaut wieder auf
die Uhr. Der große Zeiger ist schon auf dem zweiten Strich vor ganz oben; er
muss sich anziehen.
Mama wird ganz schön enttäuscht sein von ihm. Das mag er gar nicht, wenn sie
enttäuscht ist, weil sie dann ein totes Lächeln bekommt und das wirkliche Lächeln drunter
wegstirbt. Dann seufzt sie leise und sagt so Sachen wie »Oh, Hermann…« und geht ans Fenster und schaut hinaus
und sieht dabei irgendwie sehnsüchtig aus. So, als wünscht sie sich in dem Moment,
dass es ihn gar nicht gibt. Aber es hilft nichts, er muss los. Er packt seine Aktentasche unter den Arm und
vergewissert sich, ehe er die Tür zuzieht, dass er den Hausschlüssel um den Hals hängen
hat. In der Aktentasche hat er nur sein Vesper, das er sich selber gemacht hat, aber es gefällt ihm, die Tasche unter dem Arm
zu tragen, weil er dann so richtig das Gefühl hat, auf Arbeit zu gehen und
erwachsen zu sein wie die anderen Leute in der Straßenbahn, die auch Aktentaschen tragen und auch auf Arbeit gehen. Bloß dass die
klüger sind als er und schwierigere Sachen machen, mit Computern vielleicht. Wie
Ludwig, der Werkstattleiter. Sein Chef. Der hat einen Computer in seinem Büro, und vor dem sitzt er viel, schaut auf den
Bildschirm und macht irgendwas.
Heute ist er irgendwie traurig, als er an der Haltestelle steht mit den anderen. Manche
schauen ihn komisch an, aber das ist er gewohnt. Das macht ihm schon gar nichts
mehr. Nicht einmal die hübsche Frau ist heute da, die sonst immer da ist. Er steigt immer in den gleichen Wagen wie sie,
sodass er sie während der Fahrt anschauen kann. Er weiß auch nicht, wieso eigentlich.
Heute bekommt er einen Sitzplatz, und ihm gegenüber sitzt ein Mann, der Zeitung
liest. Hermann erkennt die Zeitung; die gleiche Zeitung liest Ludwig auch. Sie hat
riesige Wörter überall, die rot unterstrichen sind, und meistens Bilder von
nackten Frauen drin, die sich Hermann manchmal heimlich anschaut, und dann bekommt er immer so ein eigenartiges
Gefühl.
Der Mann liest die Rückseite. Hermann versucht, die Worte auf der Vorderseite zu
lesen. »Wissenschaftler« steht da. Er weiß, was ein Wissenschaftler ist: ein furchtbar
kluger Mensch, der in einem Labor arbeitet und alle möglichen Sachen erforscht. Das hat er im Fernsehen oft gesehen.
»Wissenschaftler setzt Todes-Gen frei. «Das versteht er nicht. Er versteht meistens nicht, was gemeint ist, wenn er etwas in der Zeitung liest.
Er überlegt, was wohl ein Todes-Gen ist.
Am Bahnhof steigt die hübsche Frau immer aus, aber heute nicht. Er muss noch vier
Stationen weiterfahren. Das kann er zählen, und außerdem sieht er schon von weitem das
kleine Zeitschriftenhäuschen mit dem roten Dach, das an der Haltestelle steht, an der er aussteigen muss.
Auf Arbeit ist es wie immer. Er sagt »Guten Tag« zur alten Frau Steidlitz, die an
einem Tisch neben der Tür sitzt und aufschreibt, wer alles kommt und um wie viel Uhr,
zieht seinen Anorak aus und hängt ihn an seinen Haken und geht dann an seinen Platz. Dort stehen schon ein paar graue
Plastikkästen, wie jeden Morgen. In einem Kasten sind Briefumschläge, in einem anderen
gefaltete Briefe, in einem dritten bunten kleinen Prospekte.
Er muss immer einen Brief und einen Prospekt nehmen und in einen Umschlag stecken,
und zwar so, dass die Adresse in dem durchsichtigen Fenster vorne zu sehen ist. Das
kann er wirklich gut. Ludwig lobt ihn immer und sagt, dass er das prima macht. Ludwig ist groß und stark und hat einen
wilden Bart, und Hermann stellt sich manchmal vor, dass sein Papa auch so
ausgesehen hat. Aber er weiß es nicht, weil Papa fortgegangen ist, als er noch klein war.
Als sie ihr Vesperbrot essen, fragt er Iris, die am Platz neben ihm sitzt und immer
Glückspfennige auf Briefe klebt, wegen den Blumen. Iris ist dick und hat schwarze
Stoppelhaare und schaut ihn mit ihren kurzsichtigen Augen durch ihre Brille hindurch an, und das sieht jedes Mal aus, als müsse
sie überlegen, wer er ist.
»Du musst Pflanzendünger gießen«, sagt sie. »Der ist in einer großen grünen Flasche.
Nicht bloß Wasser.«
Ludwig sitzt in seinem Büro und hört Radio. Das macht er sonst nie; sonst sitzt er immer
bei ihnen und macht Späßchen mit ihnen.
»Aber meine Mama hat nur gesagt, dass ich Wasser gießen muss. «
»Nein. Wenn du Wasser gießt, dann
haben sie was zu trinken, aber nichts zu essen. «
Das leuchtet ihm ein. Aber warum hat ihm Mama das nicht gesagt? Vielleicht hat sie
es gesagt, und er hat es vergessen. Manchmal vergisst er Sachen, weil er eben dumm ist. Ludwig kommt aus
seinem Büro und geht zu Frau Steidlitz hinüber, und Hermann hört, wie er sagt:
»Das Virus ist jetzt auch in Südamerika aufgetaucht und in Australien. Wirklich überall. Und der Wissenschaftler ist immer noch
verschwunden. «
»Unglaublich«, sagt Frau Steidlitz und wackelt mit dem Kopf. Hermann versteht
nicht, wovon die beiden reden, aber er gesellt sich dazu und sagt: »Wenn ich klug
wäre, dann wäre ich auch gern ein Wissenschaftler. «
Frau Steidlitz drückt ihm ein bisschen den Arm – das mag er – und sagt: »Ja, Hermann,
du wärst sicher ein anständiger Wissenschaftler. Nicht so einer.«
Hermann versteht nicht, was sie damit meint, aber er sagt nichts, sondern freut sich
bloß, dass sie ihn ein bisschen drückt. Frau Steidlitz kann ihn gut leiden, und er sie
auch.
Wenn er abends heimkommt, ist er immer ziemlich müde. Er setzt sich dann als Erstes
auf die Couch und schaltet den Fernseher ein für die Kinderstunde. Er weiß, dass er
eigentlich zu groß ist für Kinderstunde, aber sie gefällt ihm. Und später
am Abend kommen bloß noch Sachen, die er nicht versteht oder die ihm Angst machen.
Aber heute kommt gar keine Kinderstunde, nur Nachrichten. »… den dringenden
Appell, den Lebensmittelhandel aufrechtzuerhalten und keine sinnlosen Vorräte zu
horten…«
Im anderen Programm kommen auch bloß Nachrichten. Die versteht er sowieso nie, deshalb
schaltet er wieder aus. Die Blumen fallen ihm wieder ein. Die violetten Blütenblätter fallen schon ab, und die
grünen Blätter sehen welk und trocken aus. Er zieht sich noch einmal die Schuhe an und
geht tapfer hinüber zum Supermarkt. Der Supermarkt macht ihm Angst; da sind immer so viele Leute, die haben es immer
furchtbar eilig und schubsen ihn umher, und zwischen den Regalen kann man sich
glatt verlaufen. Manchmal geht er mit Mama, aber da schiebt er immer bloß den Wagen.
Heute sind besonders viele Leute da, so viele wie noch nie. Hui, und wie die ihre Wagen
vollgeladen haben! Alle sind ganz aufgeregt; drängeln und schimpfen und sehen
aus, als hätten sie Angst. Er will am liebsten umkehren, aber er denkt an die Blumen und dass er Mama versprochen
hat, auf sie aufzupassen. Er geht alle Regale ab und findet schließlich grüne
Flaschen, auf denen »Pflanzendünger« geschrieben steht. Als er damit an der Kasse ist, schaut ihn die
Kassiererin merkwürdig an, und die Leute ringsumher lachen ihn aus. Er macht ein grimmiges
Gesicht und schaut nicht hin, bezahlt und geht dann einfach.
Auf dem Heimweg sieht er, dass die Bäume in der Straße alle schon ihre Blätter
verlieren, als ob Herbst wäre. Aber es kann nicht schon Herbst sein, denn er hat erst
Geburtstag gehabt, kurz bevor Mama fortgefahren ist, und Mama sagt immer: »An deinem Geburtstag fängt der Sommer an,
Hermann. « Und dass der Herbst erst lang nach dem Sommer kommt, das weiß ja wirklich
jeder.
Er gießt etwas von dem Pflanzendünger aus der Flasche in alle Blumentöpfe und wartet. Die
Blumen rühren sich nicht, sehen aus wie völlig erschöpft. Er gießt noch einmal etwas von dem Dünger in jeden Blumentopf, bis die
Flasche leer ist, und setzt sich wieder auf die Couch.
Es kommt immer noch keine Kinderstunde, aber jetzt ist es ihm egal. Er wird so lange
warten, bis die Kinderstunde kommt. »… bestätigt, dass das vor zwei Tagen versehentlich freigesetzte, gentechnisch
veränderte Virus ausschließlich Pflanzen befällt. Es zersetzt den grünen
Pflanzenfarbstoff Chlorophyll und gilt als Auslöser des weltweiten Pflanzensterbens.
«Auf der Fensterbank raschelt es. Die ganzen violetten Blütenblätter fallen ab; es sieht
aus wie violetter Schnee. Er mag gar nicht hinsehen.
Mama wird ihn schimpfen, wird sagen, dass auf ihn kein Verlass ist und dass man ihn
nicht allein lassen kann. Vielleicht wird sie sogar weinen, weil sie ihre Blumen so
gemocht hat.
»New York«, sagt die Frau im Fernsehen. »Die UNO hat eine Sondersitzung einberufen, um
Konsequenzen und Gegenmaßnahmen zu beraten. Der Generalsekretär erklärte, wie die Lösung der Krise aussehen könne, wisse zur
Stunde noch niemand. Er betonte jedoch, dass sie schnell gefunden werden müsse,
ehe der Sauerstoff der Erdatmosphäre… «
New York ist eine große Stadt mit riesigen Hochhäusern, so hoch, dass sie an den
Wolken kratzen. Das hat ihm Ludwig einmal erzählt. Er stellt sich vor, dass die
Häuser die Wolken aufritzen und dass es dann regnet. Regen muss sein, weil sonst auf den Feldern nichts wächst. Wo es nicht
regnet, muss man selber gießen, und jetzt muss er wirklich weinen, weil er wieder an
Mamas Blumen denken muss. Er hat doch alles richtig gemacht! Hat alles ganz genau so gemacht, wie Mama es gesagt hat,
ganz genau so! Und trotzdem so was!
|
Αντρέας Έσμπαχ
Μετάφραση: Βασίλης Κ. Μηλίτσης
Το διήγημα που ακολουθεί ήταν ένα
πείραμα. Σκέφτηκα μια τεράστια παγκόσμια καταστροφή ιδωμένη από μια
εξαιρετικά περιορισμένη ατομική άποψη – από την άποψη ενός ανθρώπου που δεν
καταλαβαίνει απολύτως τίποτε για το τι πραγματικά συνέβη. Πρώτα πρέπει ο
αναγνώστης να αντιληφθεί τι γίνεται – και τι πρόκειται να γίνει…
Τα λουλούδια φαίνονται όλα άρρωστα. Άτονα και συρρικνωμένα
κρέμονται τα πέταλά τους ολόγυρα κι έχουν καφετιές κηλίδες στις άκρες τους.
Τα πράσινα φύλλα τους έχουν κιτρινίσει σαν το τυρί. Αναστατωμένος ακουμπάει
κάτω το ποτιστήρι, τρέχει στο ημερολόγιο και κοιτάει, αλλά σήμερα είναι
Τετάρτη, μόνο Τετάρτη! Ξαναγυρίσει τρέχοντας στο περβάζι του παραθύρου σχεδόν
κλαίγοντας. Όμως τα έχει κάνει όλα σωστά ακριβώς όπως του είχε γράψει η Μαμά στο
μικρό χαρτάκι που είχε κολλήσει σε κάθε γλάστρα. Είναι τόσο περήφανος που
μπορεί να διαβάσει τι γράφει: «Δευτέρα, Τετάρτη, Παρασκευή» γράφει το χαρτάκι
στη γλάστρα όπου βρίσκεται το λουλούδι με τα μεγάλα βιολετί άνθη, και «κάθε
μέρα» εκείνο που βρίσκεται στη μεγάλη γλάστρα, το οποίο δεν έχει καθόλου
άνθη, μόνο μακριά, πράσινα φύλλα και κοτσάνια, και «καθόλου πότισμα» στις
γλάστρες με τα αγκαθωτά λουλούδια.
Αχ! Αχ! Κουνάει τα χέρια του σαν τρελός, απομακρύνεται τρέχοντας
από τα λουλούδια κι αμέσως μετά ξαναεπιστρέφει. Του ερχόταν να κλάψει, στ’
αλήθεια να κλάψει. Παλιότερα θα έκλαιγε στ’ αλήθεια, αλλά τώρα έχει ήδη
μεγαλώσει, είναι ένας ενήλικας που βγάζει λεφτά. Και πρέπει να πάει στη
δουλειά. Κοιτάζει το ρολόι. Άμα ο μεγαλύτερος δείχτης, διατρέχοντας τις
γραμμούλες θα πάει εντελώς πάνω, είναι ώρα να πάει στη στάση του τραμ.
«Χέρμαν, φρόντισε τα λουλούδια μου», είπε η μαμά. «Μπορείς,
έτσι;» Και αυτός απάντησε με υπερηφάνεια: «Ναι, βεβαίως». Ω, ω, ω. Τώρα βάζει στ’ αλήθεια τα κλάματα
για λίγο. Έβαλε τα δυνατά του να φανεί όσο πιο πολύ έξυπνος. Ξέρει να λέει
την ώρα. Μπορεί να πάει στη δουλειά μόνος του. Μπορεί ακόμη και να διαβάζει
λίγο. Η μαμά χάρηκε τόσο πολύ με το ταξίδι της, το ταξίδι με το μεγάλο πλοίο
που έκανε στην Αφρική. Του υποσχέθηκε επίσης να του φέρει κάτι.
Δεν ξέρει πολλά για την Αφρική, αλλά έχει ήδη ακούσει σχετικά μ’
αυτή. Είναι μια χώρα, πολύ μακρινή, όπου ζουν άνθρωποι με μαύρο δέρμα. Ο
ίδιος έχει κιόλας δει τέτοιους ανθρώπους εδώ στην πόλη επίσης, καθώς θα του
άρεσε όμως να ταξιδέψει μαζί με τη μητέρα του για να δει πώς είναι στην
Αφρική. Πρέπει όμως να πηγαίνει στη
δουλειά, γι’ αυτό και η μαμά πήγε ταξίδι μόνη της. Και εξάλλου η μαμά είπε
πως είναι αρκετά μεγάλος να μείνει μόνος του μια βδομάδα.
Τα λουλούδια, όμως! Τα σκεφτόταν κάθε πρωί. Και τα πότιζε ούτε
πάρα πολύ και ούτε πάρα πολύ λίγο, αλλά όπως ακριβώς του είχε πει η μαμά.
Ξανακοιτάζει το ρολόι. Ο μεγάλος δείχτης έχει κιόλας προχωρήσει πάνω στη
δεύτερη γραμμούλα, λίγο πριν ακριβώς από την κορυφή. Πρέπει να ντυθεί.
Η μαμά θα απογοητευτεί εντελώς μαζί του. Και δεν του αρέσει
καθόλου αν απογοητευτεί, γιατί τότε ένα απαίσιο χαμόγελο ζωγραφίζεται στα
χείλη της, και αυτό το χαμόγελό της τον σκοτώνει. Μετά αυτή αναστενάζει
σιγανά και λέει πράγματα όπως «Αχ, Χέρμαν…» και πάει κοντά στο παράθυρο και
κοιτάζει έξω και δείχνει να νοσταλγεί κάτι – σαν να εύχεται τη στιγμή εκείνη
αυτός να μην υπήρχε. Τέτοιες σκέψεις δεν βοηθούν καθόλου. Πρέπει να φύγει.
Βάζει τον χαρτοφύλακά του στην μασχάλη του και πριν ανοίξει την πόρτα ελέγχει
αν όντως το κλειδί κρέμεται γύρω από τον λαιμό του. Μέσα στον χαρτοφύλακα
έχει βάλει μόνο το απογευματινό του κολατσιό, που ο ίδιος ετοίμασε. Του
αρέσει να κουβαλάει την τσάντα στη μασχάλη του, γιατί αυτό τον κάνει ακριβώς
να νιώθει ενήλικας όταν πάει στη δουλειά σαν όλους τους άλλους που κι εκείνοι
κουβαλούν τις τσάντες τους στη δουλειά κάτω από τη μασχάλη. Μόνο που αυτοί
είναι πιο έξυπνοι και κάνουν πιο δύσκολα πράγματα με υπολογιστές ίσως. Όπως ο
Λούντβιχ, ο προϊστάμενος του συνεργείου. Το αφεντικό του. Αυτός έχει έναν
υπολογιστή στο γραφείο του, κάθεται πολύ μπροστά του, κοιτάζει στην οθόνη και
κάνει κάτι.
Σήμερα ο Χέρμαν νιώθει κάπως λυπημένος καθώς περιμένει με τους
άλλους στη στάση. Μερικοί τον κοιτάζουν παράξενα, αλλά αυτός είναι
συνηθισμένος σ’ αυτό – δε δίνει πια καμιά σημασία. Ούτε, όπως πάντα, η όμορφη
κυρία είναι εκεί σήμερα. Ανεβαίνει στο ίδιο βαγόνι μ’ αυτήν για να μπορεί να
την κοιτάζει κατά τη διάρκεια της διαδρομής. Κι ούτε ξέρει στ’ αλήθεια γιατί
το κάνει αυτό.
Σήμερα βρίσκει μια θέση και απέναντί του κάθεται ένας άντρας που
διαβάζει εφημερίδα. Ο Χέρμαν αναγνωρίζει την εφημερίδα. Είναι η ίδια που
διαβάζει και ο Λούντβιχ. Έχει τεράστια κόκκινα γράμματα παντού και οι
περισσότερες εικόνες παρουσιάζουν γυμνές γυναίκες που ο Χέρμαν κρυφοκοιτάζει
και νιώθει κάπως παράξενα.
Ο άντρας διαβάζει την πίσω σελίδα. Ο Χέρμαν προσπαθεί να διαβάσει
τη λέξη από την μπροστινή πλευρά. «Επιστήμονας», γράφει – ξέρει τι είναι ένας
επιστήμονας: είναι ένας τρομερά έξυπνος άνθρωπος που δουλεύει σ’ ένα
εργαστήριο και κάνει κάθε δυνατή έρευνα. Συχνά το έχει δει στην τηλεόραση.
«Επιστήμονας απελευθερώνει το γονίδιο του θανάτου». Ο Χέρμαν τις περισσότερες
φορές δεν καταλαβαίνει τι διαβάζει στην εφημερίδα. Αναρωτιέται τι μπορεί να
είναι το γονίδιο του θανάτου.
Η όμορφη κυρία κατεβαίνει πάντα στο σταθμό του τρένου, αλλά όχι
σήμερα. αυτός έχει ακόμη τέσσερις στάσεις για να κατέβει. Αυτές ξέρει να τις
υπολογίσει, και εξάλλου μπορεί να δει από μακριά το μικρό περίπτερο με την
κόκκινη σκεπή που βρίσκεται στη στάση όπου πρέπει να κατέβει.
Στη δουλειά είναι πάντα η ίδια ρουτίνα. Λέει «καλημέρα» στην
ηλικιωμένη κυρία Στάιτλιτς, η οποία κάθεται σ’ ένα τραπέζι κοντά στην πόρτα
και σημειώνει την ώρα που όλοι
έρχονται, βγάζει το ανοράκ του και το κρεμάει στην κρεμάστρα του και κατόπιν
πηγαίνει στη θέση του. Εκεί ήδη τον περιμένουν δυο με τρία πλαστικά κιβώτια,
όπως κάθε μέρα. Στο ένα κιβώτιο υπάρχουν ταχυδρομικοί φάκελοι, στο δεύτερο
διπλωμένα γράμματα και σ’ ένα τρίτο χρωματιστά φυλλάδια.
Αυτός πρέπει πάντα να παίρνει ένα γράμμα μαζί μ’ ένα φυλλάδιο και
να τα βάζει μέσα σ’ έναν φάκελο έτσι που να φαίνεται η διεύθυνση μέσα από το
διαφανές κουτάκι που βρίσκεται στο μπροστινό μέρος του φακέλου. Αυτό το κάνει πράγματι πολύ καλά. Ο Λούντβιχ πάντα
τον επαινεί και λέει πως τα πάει εξαιρετικά. Ο Λούντβιχ είναι ψηλός και
γεροδεμένος, και έχει μια αγριωπή γενειάδα κι ο Χέρμαν μερικές φορές
φαντάζεται ότι κι ο μπαμπάς του έτσι έμοιαζε. Αλλά δεν μπορεί να ξέρει, γιατί
ο μπαμπάς του έφυγε όταν αυτός ήταν ακόμη μικρός.
Καθώς τρώνε το απογευματινό τους κολατσιό, η Ίρις, που κάθεται
στη διπλανή θέση και πάντα κολλάει τυχερές δεκάρες πάνω στα γράμματα, τον
ρωτάει για τα λουλούδια. Η Ίρις είναι χοντρή κι έχει ίσια μαλλιά, και τον
κοιτάζει με τα μυωπικά της μάτια μέσα από τα γυαλιά της και κάθε φορά
φαίνεται σαν να αναρωτιέται ποιος είναι.
«Πρέπει να τα ρίξεις λίπασμα», του λέει. «Είναι μέσα σ’ ένα
μεγάλο πράσινο μπουκάλι. Όχι μόνο νερό».
Ο Λούντβιχ κάθεται στο γραφείο του και ακούει ραδιόφωνο. Δεν
κάνει τίποτε άλλο, εκτός από το να κάθεται και να κάνει πάντα αστειάκια μ’
αυτούς.
«Όμως η μαμά μου το μόνο που είπε είναι να τα ποτίζω με νερό.»
«Όχι. Όταν τα ρίχνεις νερό, τότε έχουν κάτι να πιουν, αλλά δεν
έχουν τίποτε να φάνε».
Ευνόητο. Αλλά γιατί η μαμά του δεν του το είπε; Ίσως να του το
είπε κι ο ίδιος να το ξέχασε. Μερικές φορές ξεχνάει πράγματα, γιατί είναι
κουτός. Ο Λούντβιχ βγαίνει από το γραφείο του και πηγαίνει στην κυρία
Στάιτλιτς, και ο Χέρμαν ακούει τι της λέει: «Ο ιός ξαπλώθηκε τώρα στην Νότιο Αμερική
και Αυστραλία. Ουσιαστικά παντού. Και ο επιστήμονας είναι ακόμη άφαντος».
«Δυστυχώς», λέει η κυρία Στάιτλιτς και κουνάει το κεφάλι της. Ο
Χέρμαν δεν καταλαβαίνει γιατί πράγμα μιλούν, αλλά πηγαίνει κοντά τους και
λέει: «Αν ήμουν έξυπνος, πολύ θα ήθελα να γινόμουν επιστήμονας».
Η κυρία Στάιτλιτς του σφίγγει απαλά το μπράτσο – πράγμα που του
αρέσει – και λέει: «Ναι, Χέρμαν, ασφαλώς θα γινόσουν ένας σπουδαίος
επιστήμονας. Όχι ένας απλός».
Ο Χέρμαν δεν καταλαβαίνει τι ακριβώς αυτή θέλει να πει, αλλά δε
λέει τίποτε – μόνο απλά χαίρεται που του σφίγγει λίγο το μπράτσο. Η κυρία
Συάιτλιτς τον συμπαθεί πολύ, το ίδιο κι αυτός.
Όταν το βράδυ επιστρέφει σπίτι, πάντα αισθάνεται κάπως
κουρασμένος. Το πρώτο που κάνει είναι να καθίσει στον καναπέ και ν’ ανοίξει
την τηλεόραση στο παιδικό πρόγραμμα. Ξέρει πως είναι πράγματι μεγάλος για
παιδικά προγράμματα, αλλά του αρέσει. Και αργότερα το βράδυ προβάλλονται κι
άλλα πράγματα που δεν καταλαβαίνει ή του προκαλούν φόβο.
Σήμερα, όμως, δεν έχει καθόλου παιδικά, μόνο ειδήσεις. «…την
επείγουσα έκκληση να συνεχιστεί κανονικά το εμπόριο τροφίμων και να μην γίνονται
παράλογες προμήθειες ...». Και τα άλλα κανάλια δείχνουν κι αυτά ειδήσεις.
Έτσι κι αλλιώς δεν καταλαβαίνει τίποτε και κλείνει την τηλεόραση. Μετά
θυμάται τα λουλούδια. Τα μοβ πέταλα πέφτουν ήδη, και τα πράσινα φύλλα
φαίνονται μαραμένα και στεγνά. Βάζει πάλι τα παπούτσια του και κατεβαίνει
θαρραλέα να πάει στη σουπερμάρκετ. Η σουπερμάρκετ του προκαλεί φόβο, γιατί
εκεί βρίσκεται τόσος πολύς κόσμος που όλοι τους είναι τρομερά βιαστικοί και σπρώχνει
ο ένας τον άλλον, και ανάμεσα στα ράφια μπορεί κανείς εντελώς να χαθεί. Μερικές
φορές πηγαίνει με την μαμά, αλλά το μόνο που κάνει αυτός είναι να σπρώχνει το
καρότσι.
Σήμερα είναι ιδιαίτερα πολύς κόσμος εκεί, τόσος όσος ποτέ άλλοτε.
Πω, πω, και πόσο έχουν παραφορτώσει τα καρότσια τους! Όλοι
είναι πολύ αναστατωμένοι. σπρώχνονται και μαλώνουν, και μοιάζουν σαν να
φοβούνται. Θέλει πολύ να γυρίσει πίσω, αλλά σκέφτεται τα λουλούδια και ότι
έχει υποσχεθεί τη μαμά να τα φροντίσει. Περνάει από όλα τα ράφια και τελικά
βρίσκει πράσινα μπουκάλια με «Λίπασμα φυτών» γραμμένο πάνω τους. Όταν
φτάνει στο ταμείο, η ταμίας τον κοιτάζει περίεργα και οι άνθρωποι γύρω του
τον σχολιάζουν ειρωνικά. Το πρόσωπό του σκοτεινιάζει, δεν τους κοιτάζει, πληρώνει
και απλά φεύγει.
Στο δρόμο
προς το σπίτι βλέπει ότι τα δέντρα στο δρόμο όλα τα φύλλα των δέντρων έχουν πέσει,
λες και είναι φθινόπωρο. Όμως δεν μπορεί να είναι κιόλας φθινόπωρο, γιατί πρωτίστως
είχε τα γενέθλιά του λίγο πριν φύγει η μαμά, και η μαμά πάντα λέει: «Με τα γενέθλιά
σου αρχίζει το καλοκαίρι, Χέρμαν». Και το φθινόπωρο έρχεται μόνο πολύ μετά το
καλοκαίρι – αυτό το ξέρουν στ’ αλήθεια όλοι.
Ρίχνει λίγο λίπασμα
από το μπουκάλι σ’ όλες τις γλάστρες με τα λουλούδια και περιμένει. Τα
λουλούδια δεν αντιδρούν, φαίνονται εντελώς μαραμένα. Ρίχνει λίγο λίπασμα σε
κάθε γλάστρα μέχρι που το μπουκάλι αδειάζει και κάθεται στον καναπέ ξανά.
Η τηλεόραση
εξακολουθεί να μη δείχνει παιδικά, αλλά τώρα δεν τον νοιάζει. Θα περιμένει όσο
χρειαστεί μέχρι να δείξει τα παιδικά. «…επιβεβαιώνεται ότι ο γενετικά
τροποποιημένος ιός, ο οποίος απελευθερώθηκε τυχαία πριν από δύο ημέρες, επηρεάζει
μόνο τα φυτά. Αποσυνθέτει την πράσινη φυτική χρωστική ουσία χλωροφύλλη και
θεωρείται ότι προκαλεί παγκοσμίως τον
ανήκεστο μαρασμό των φυτών». Έξω στο περβάζι του παραθύρου ακούγεται ένα θρόισμα.
Όλα τα βιολετί φύλλα πέφτουν. Φαίνεται σαν να πέφτουν βιολετί νιφάδες χιονιού.
Δεν του αρέσει καθόλου να τα βλέπει.
Η μαμά θα τον
μαλώσει, θα του πει ότι δεν μπορεί να του έχει καμιά εμπιστοσύνη και ότι δεν μπορεί
να τα καταφέρνει μόνος του. Ίσως αυτή ακόμη να βάλει τα κλάματα, γιατί αγαπούσε
τόσο πολύ τα λουλούδια της.
«Νέα Υόρκη»,
λέει η γυναίκα στην τηλεόραση. «Ο ΟΗΕ συγκάλεσε έκτακτο συμβούλιο για να
συζητήσει τις συνέπειες και τα αντίμετρα. Ο Γενικός
Γραμματέας ανακοίνωσε τρόπους εξεύρεσης λύσης για την κρίση, αλλά κανείς δεν
γνωρίζει προς το παρόν. Ωστόσο, τόνισε ότι πρέπει να
βρεθεί γρήγορα λύση πριν το οξυγόνο στην ατμόσφαιρα της γης ...»
Η Νέα Υόρκη είναι
μια μεγάλη πόλη με τεράστια κτήρια, τόσο ψηλά που ξύνουν τον ουρανό. Ο Λούντβιχ
του είχε πει κάποτε. Φαντάζεται πως τα κτήρια ξύνουν τα σύννεφα κι έτσι βρέχει.
Η βροχή είναι απαραίτητη, ειδάλλως τίποτε δε θα φυτρώσει στους αγρούς. Όπου δεν
βρέχει, τότε πρέπει να ποτίζουμε εμείς οι ίδιοι. Και τώρα στ’ αλήθεια του έρχεται
να κλάψει, γιατί ξανά σκέφτεται τα λουλούδια της μαμάς. Όμως αυτός όλα τα έκανε
όπως έπρεπε! Τα έκανε όλα όπως του είπε η μαμά, ακριβώς έτσι! Και με το παραπάνω!
|
Κυριακή 8 Μαρτίου 2020
ΑΠΟ ΤΑ ΚΑΛΑ ΓΕΡΜΑΝΙΚΑ SCI-FI - ΠΑΓΚΟΣΜΙΑ ΠΑΝΔΗΜΙΑ
-
Η ΑΡΡΩΣΤΙΑ ΠΟΥ ΘΥΜΑΤΑΙ ΤΑ ΠΑΛΙΑ Τάσος Καλούτσας «Τι κάνει σήμερα η γιαγιά;» ρώτησα την Ιβάνκα, βγαίνοντας στο μπαλκονά...
-
EXORCISM By Vassilis C. Militsis Father Parthenios, abbot of the monastery of Our Beatific Holy Lady, was a 75-year-old man, of...
-
Ο ΔΟΚΗΣΙΣΟΦΟΣ του Ανδρέα Λασκαράτου (1811-1901) Ο δοκησίσοφος έλαβε από τη φύση του το χάρισμα του ...

